Tsukemono

Essiggurke trifft es nicht ganz. Wenn aber Tsukemono eine Wahlverwandtschaft in den hiesigen Gefilden erwählen müsste, so ließe es sich in diese Nähe rücken. Semantisch bezeichnet Tsukemono eine Vielzahl von auf diverse Arten Eingelegtem. Mein Tsukemono bewegt sich vermutlich irgendwo zwischen Shiozuke (mit Salz eingelegt), Shoyuzuke (mit Sojasoße eingelegt) und Asazuke (nur kurz eingelegt). Zum Einlegen kommt Gemüse wie z.B. Chinakohl, Rettich, Gurke oder Möhre samt Marinade in einen Tsukemonoki. Was wie ein sperriges Pokemon klingt ist tatsächlich eine Plastikbox mit integrierter Presse. Die funktioniert analog zu einem Gärtopf für Sauerkraut. Anstatt beschwerender Steine wird mittels einer Metallfeder eine Plastikscheibe auf das Gemüse gepresst. Das so erzeugte Tsukemono ist variantenreich, geschmacklich durchaus spannend und – einmal hergestellt – Beilage zu so Allerlei.

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Befüllung des Tsukemonoki
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Tsukemono: Möhre, Möhre, Möhre, Gurke, Rettich, Rübe (v.l.n.r.)

Für Acht


Für das Tsukemono

  • 450g Landgurken
  • 350g Möhren
  • 10g Salz
  • 1 TL Sojasoße
  • 4cm getrocknete Kombualgen
  • ein daumengroßes Stück Ingwer

Zubereitung

  1. Zunächst die Algen für 30 Minuten in Wasser einweichen, anschließend das Wasser abgießen und die Algen abspülen und grob hacken.
  2. Die Gurken und Möhren waschen, die Enden entfernen und dann die Möhren in dünne, die Gurken in dicke Scheiben hobeln.
  3. Den Ingwer schälen und klein hacken.
  4. Gemüse, Ingwer und Algen zusammen mit dem Salz und der Sojasoße in einer Schüssel durchmengen.
  5. Dann alles in einen Tsukemonoki geben und an der Presse drehen, bis das Gemüse an den Boden gedrückt wird. Die austretende Flüssigkeit sollte schon bald das Gemüse komplett bedecken.
  6. Je nach Geschmack wenige Stunden oder Tage bei Zimmertemperatur stehenlassen. Ab und an die Presse nachziehen, damit der Druck erhalten bleibt.
  7. Zwischendurch kann probiert werden, ob es schon super schmeckt. Wenn dem so ist, das Tsukemonoki in den Kühlschrank stellen, wodurch der Gärprozess gestoppt wird.
  8. Nun nach Belieben verzehren.

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