Süß-Saure Sojastreifen und Reis

Marinade ist ein mächtiges Küchenwerkzeug. Wohlmariniert lässt sich aus so Manchem nämlich wesentlich mehr Geschmack entlocken. Vor allem für Grillgut schwöre ich auf üppige Marinaden. Das sich das problemlos auch für Pfanne und Wok adaptieren lässt, ist ein offenes Geheimnis. Dieses Gericht setzt aber nicht bloß auf die Marinade, sondern fährt gewürztechnisch zweigleisig. Zum einen sorgt die Marinade der Sojastreifen dafür, dass das Soja leicht scharf und aromatisch ist, noch bevor es auf das Gemüse getroffen ist. Dieses wartet nämlich mit einer Verbindung aus Ananas und Essig auf. Die daraus entstehende Süß-saure Soße bildet einen schönen Kontrast zum nicht nur scharf angebratenen Soja. Insgesamt eine schöne Kombination, wobei sowohl Sojastreifen als auch Gemüse gut für sich alleine funktionieren, aber gerade gemeinsam ihr volles Potential entfalten.

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Dank Reiskocher ist noch Platz auf dem Herd
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Süß-Saure Sojastreifen und Reis

Für Zwei


Für die Sojastreifen

  • 100g Sojamedaillons
  • Gemüsebrühe
  • Lorbeerblatt
  • 1 Chili
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 großes Stück Ingwer
  • Rapsöl
  • Salz, Pfeffer, Petersilie

Für das Gemüse

  • 1 Paprikaschote
  • 1 Möhre
  • 1 rote Zwiebel
  • Prinzessbohnen
  • Champignons
  • 1/2 Dose gezuckerte Ananas
  • 3 EL hellen Balsamicoessig
  • 150ml Brühe
  • 1 TL Speisestärke
  • Salz, Pfeffer, Paprika

Für den Reis

  • 160g Reis
  • Brühe

Zubereitung

  1. Zunächst die Medaillons mit Wasser abspülen und in einem Topf für 20 Minuten kochen. Das Wasser mit Brühe und einem Lorbeerblatt würzen.
  2. Anschließend die Medaillons herausnehmen, auspressen und längs halbieren. Knoblauch und Ingwer schälen und zusammen mit der Chili klein hacken. In einer Schüssel Sojastreifen mit Knoblauch, Ingwer, Chili sowie Öl, Salz, Pfeffer und Petersilie vermischen. Das so marinierte Soja mindestens eine Stunde (ideal auch ruhig mehrere Tage) durchziehen lassen.
  3. Als nächstes den Reis in einem Sieb waschen und mit der doppelten Menge in mit Brühe gewürztem Wasser aufkochen. Sofort Hitze minimieren und weiterkochen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat.
  4. Für das Gemüse zuerst die Bohnen in Salzwasser für 10 Minuten kochen. Die Möhre schälen, in dünne Streifen schneiden und in neutralem Öl anbraten. Dann die Paprika waschen, entkernen und ebenfalls in dünnen Streifen in den Wok geben. Sobald die Bohnen gekocht sind, können sie halbiert auch mit in den Wok. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
  5. Die Zwiebel abziehen, halbieren und anschließend achteln. Die Champignons je nach Größe halbieren oder vierteln. Vier Ananasscheiben in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Champignons und Zwiebeln zu dem übrigen Gemüse in den Wok geben.
  6. Den Essig, die Brühe und 3 EL Ananassaft aus der Ananasdose in den Wok mischen, mit der Speisestärke vermengen, kurz aufkochen und anschließend bei niedriger Hitze etwas eindicken lassen. Alles unterrühren und nochmals abschmecken.
  7. Die fertig durchgezogenen Sojastreifen in einer Pfanne in heißem Rapsöl für wenige Minuten scharf anbraten und immer wieder wenden.
  8. Schließlich die Sojastreifen auf Gemüse gebettet mit Reis servieren.

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