Gyōza

Gyōza sind gefüllte Teigtaschen, die in Japan in Suppen, als Beilage oder einfach so angeboten werden. Was sich wie Fastfood wegknuspern lässt, ist in der Zubereitung eher vom Typ Slowfood. Teig und Füllung sind zwar schnell zubereitet, aber der zeitintensive Teil folgt erst mit dem Füllen. Wie auch bei Sushi liegt ein Hauch von Kontemplation in der Herstellung der Gyōza. Sorgsam Teigling für Teigling füllen, mit Wasser besprenkeln und verschließen. Das wellenförmige Verschlussprinzip, bei welchem eine Seite der Teiglinge erst geknickt und dann auf die andere Seite raufgefaltet wird, stellte sich als wesentlich schwieriger heraus, als es internetliche Videoanleitungen darzustellen schienen. Einmal zusammengeklappt sind die Gyōza aber nicht wirklich fragil, weswegen es völlig ausreichend ist, die Taschen irgendwie zuzukleben. Während dem Braten konnte ich zumindest nicht feststellen, dass sich eine Tasche löste, weil meine Wellen schlecht gefaltet waren. So kompakt wie die Gyōza sind, eignen sie sich nicht nur als hübscher, fingerfoodiesker Appetizer, sondern lassen sich auch gern in der Bentobox verstauen.

Aus wenig wird viel – das gibt mal 40 Gyōza
Füllung, dank Sesamöl unendlich lecker
Ausgekreist und eingefüllt, nun noch zuklappen
Die Gyōza-Produktion: Vorne füllwilliger Teig und hinten bereits gefüllte Teiglinge

Für Zwei


Für den Teig

  • 230g Mehl
  • 150ml Wasser
  • etwas Salz

Für die Füllung

  • 50g Sojagranulat
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer
  • 2 EL Sojasoße
  • 1 TL Sesamöl
  • Salz, Pfeffer

Für den Dip

  • 2 EL Sojasoße
  • 1 EL Limettensaft
  • 1 TL Sesamöl

Zubereitung

  1. Sojagranulat in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Für 10 Minuten durchziehen lassen. Inzwischen den Teig herstellen. Hierzu das Mehl, mit Salz und einem Teil Wasser vermengen und verkneten. Nach und nach das ganze Wasser hinzufügen, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Den Teig zur weiteren Verwendung kurz ruhen lassen.
  2. Frühlingszwiebel waschen und in kleine Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und durch eine Knoblauchpresse pressen. Sojagranulat abgießen, kurz auspressen und in einer Schüssel mit den übrigen Füllungszutaten vermengen. Alles gut durchrühren und bereitstellen.
  3. Auf einer bemehlten Fläche den Teig dünn ausrollen und mit einem Glas Kreise mit einem Durchmesser von etwa 6cm aus dem Teig stechen. Einen Teelöffel der Füllung in die Mitte des Teigkreises geben, den Rand rundherum mit Wasser benetzen und die Gyōza verschließen, indem sie zugeklappt werden.
  4. In einer Pfanne neutrales Öl erhitzen, die Gyōza hineingeben und mit etwas Wasser auffüllen, sodass der Boden knapp bedeckt ist. Anschließend die Pfanne mit einem Deckel verschließen und für etwa 5 Minuten weiterbraten.
  5. Die fertig gebratenen Gyōza herausnehmen und auf einem Teller anrichten. Für den Dip alle Zutaten vermischen und in einem Schälchen zu den Gyōza reichen.

 

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