Estragonzitronenkohl

Fermentieren ist eine schöne Sache und bringt einen Hauch Alchemie in den Küchenalltag. Durch Salz und Zeit verändert sich Gemüse ganz und gar, nimmt einen anderen Geschmack, eine andere Konsistenz und womöglichst auch andere Nährstoffe an. Mit Kimchi oder Tsukemono klappt das bereits hervorragend. Daher war ich auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen und fand sie in den alten Bekannten Zitrone, Estragon und Chinakohl. Der Chinakohl ist ja wahrlich sehr flexibel bei der Zubereitung. Kein Wunder also, dass er auch bei der Fermentation eine gute Figur macht. Anders als beim Kimchi geht es mit Estragon und Zitrone aber in eine erfrischend leichte Richtung. Das Ergebnis bereichert von morgens bis abends Gaumen und Tafel.

Reichlich unfermentiert warten die Zutaten auf ihre Verbindung
Portionsweise angerichtet und auf Vorrat im Glas

Für Viele


Für den Estragonzitronenkohl

  • 1kg Chinakohl
  • 20g Salz
  • 2 Stängel Estragon
  • 2 Scheiben Zitrone

Zubereitung

  1. Zunächst die äußeren Blätter des Chinakohls entfernen und den Strunk abschneiden.
  2. Dann den Chinakohl längs halbieren und die Hälften nochmals halbieren und in grobe Streifen schneiden.
  3. Anschließend waschen, abtropfen und in einer Schüssel mit dem Salz vermengen und für eine Stunde durchziehen lassen.
  4. Nun den Chinakohl samt Flüssigkeit zusammen mit dem gewaschenen Estragon und den Zitronenscheiben in ein Einmachglas schichten.
  5. Alles gut hineindrücken, sodass keine Lufteinschlüsse zwischen dem Gemüse verbleiben.
  6. Das Ganze mit einem Gewicht beschweren und ggf. mit Salzlake (3%) angießen, bis der Chinakohl bedeckt ist.
  7. Das Glas verschließen und dunkel bei Zimmertemperatur für 14 Tage stehen lassen.
  8. Anschließend in den Kühlschrank stellen um den Fermentationsprozess zu stoppen.
  9. Nun nach belieben herausnehmen und aufessen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*